Ein Überblick über das Usenet

Das Usenet gibt es nun schon seit über dreißig Jahren und gilt als einer der Vorreiter des heutigen Internets. Trotzdem wissen viele nicht, was das Usenet eigentlich ist. Dies wollen wir hiermit ändern, indem wir euch das Usenet einmal etwas genauer vorstellen.

1979 entwickelten drei amerikanische Studenten durch den einfachen Zusammenschluss ihrer Universitätsrechner das Usenet. Die Verbindung erfolgte damals noch über herkömmliche Telefonleitungen. Das Ziel war dabei, sich ohne großen Aufwand mit einem anderen Universitätsrechner zu kommunizieren und auszutauschen. Der Vorläufer des heute bekannten Chats war somit geboren. Bald darauf kamen immer mehr Unirechner hinzu, bis schließlich auch ganz herkömmliche Rechner miteinander verbunden wurden. Nun wurde nicht nur mehr auf akademischer Ebene kommuniziert. Auf einmal war es möglich, dass sich tausende von Menschen über die unterschiedlichsten Themen unterhielten. Diese Themen, die in den sogenannten Newsgroups zu finden sind, reichen von ganz normalen Alltagsdiskussionen, wie verschiedene Haushaltstipps, bis hin zu hochbrisanten Debatten über Politik oder Wirtschaft. Heute gibt es Millionen von Usern, die über die ganze Welt verteilt im Usenet miteinander kommunizieren. Das Usenet kann also als eine Art Webforum mit tausenden verschiedenen Themen betrachtet werden. Trotzdem gibt es einige gravierende Unterschiede. So sind die Nachrichten in den Newsgroups beispielsweise nicht für immer dort, sondern verschwinden nach einer gewissen Vorhaltezeit um Platz für die täglich rund neu hinzukommenden 2.000 GB zu machen. Momentan liegt diese sogenannte Retention Time im Durchschnitt bei 1000 Tagen – Nachrichten verbleiben also für knapp drei Jahre auf den Usenet Servern, bis sie schließlich gelöscht werden.
Neben der Diskussionsplattform erfreuen sich im Usenet vor allem die Binary Newsgroups großer Beliebtheit. In diesen ist es möglich an die Nachrichten Dateien anzuhängen, die dann von anderen Nutzern heruntergeladen werden können. Da die Dateien auf mehreren dezentralen Servern gelagert werden, kann jeder Nutzer die Dateien mit Höchstgeschwindigkeit herunterladen. Durch die Usenet Clients ist ein einfacher Zugriff auf die Newsgroups, sowie ein schnelle Suche und Herunterladen der Dateien möglich.
Heutzutage ist der Zugriff auf das Usenet allerdings beschränkt. Deshalb sollte man sich, vor allem als Einsteiger, einen der vielen professionellen Anbieter suchen. Die Provider, bieten schon für ein paar Euros im Monat den Zugang mit einer eigenen Software samt großen Downloadvolumen an. Da viele dieser Anbieter kostenlose Testphasen anbieten, sollte man sich dieses Stück Computergeschichte nicht entgehen lassen.

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